Reiseführer für Helden - Forochel
Geschrieben von Phielix   
Dienstag, 30. Juni 2009

Forochel – das öde und lange Zeit unerreichbare Land der Eisbucht, in dem Arvedui der letzte König von Arthedain war, der nach dem Fall seiner edlen Hauptstadt Fornost floh und später sein Ende fand.

Forochel – das Königreich der geheimnisvollen und scheuen Schneemenschen der Lossoth, die tausende Jahre der Isolation und Gefahren neben dem uralten Einflussgebiet des größten Hauptmanns des Dunklen Herrschers überstanden haben: dem des Hexenkönigs von Angmar.

Forochel – der äußerste Rand der zivilisierten Mittelerde, eine flirrende weiße Wüste am Ufer eines Ozeans, der wegen Treibeises unpassierbar ist, für die Völker des Südens seit Generationen eine terra incognita

 

Forochel ist eine neue Grenze für die Freien Völker bei deren Kampf gegen den Schatten im Norden und lässt sich über die Straße nördlich der Feste Forod in Evendim erreichen. Seine lebensfeindliche Umgebung und wilden Bestien können das Ende für Spieler der Stufen von 45 bis 49 bedeuten. Selbst Forochels Elche und Gewässer sind für erfahrene Reisende bisweilen eine Bedrohung. Doch hier finden auch endlich die epischen Aufgaben aus Buch 13 in Band I: Die Schatten von Angmar statt – eine Sage über Meeresungeheuer, geisterhafte Könige und einen verzweifelten Überlebenskampf.

Daher werden auf dieser Reise nicht nur dein Mut und deine Anpassungsfähigkeit auf die Probe gestellt, du musst auch dafür sorgen, dass der drohende Schatten aus Angmar nicht ganz Eriador verschlingt.

Königreich der Lossoth
Auch am Rande von Mittelerde, wo das Wasser des Trennenden Meeres tödlich kalt sein kann, und die Erinnerung an das uralte Böse wie Eis in den Knochen steckt, hat das Menschenvolk Bestand. Seit den Tagen des Ersten Zeitalters hält sich hier ein seltener Schlag dieser Rasse und kämpft alleine gegen die Elemente, ohne von dem nahen Feind in Angmar beeinträchtigt zu werden. Einst gab es viele Stämme der Forodwaith ("Nord-Menschen" im wahrsten Sinne des Wortes). Jetzt scheinen nur noch die Lossoth übrig zu sein.

Ihre Geschichte ist lang und kurz zugleich. Die Vorfahren der Lossoth lebten zwar schon in allen drei Zeitaltern in Mittelerde, doch die Sagen der Nordmänner werden vom täglichen Überlebenskampf gegen die Elemente dominiert.


„Reisende aus dem Süden werden die bewaldeten Marken von Taur Orthon für rau halten, aber nichts Besonderes an ihnen finden. Überquert man jedoch das Gletscherfeld von Jä-kuru, ändert sich das Gesicht Forochels: Eingefrorene Hügellandschaften und die unpassierbare Eisbucht bestimmen die Landschaft. In keiner anderen Region Mittelerde findet sich etwas Vergleichbares.“

Dass die Lossoth ihre größte Siedlung Sûri-kylä so weit wie möglich entfernt vom restlichen Mittelerde am Ufer eines tödlichen Meeres und am Fuße eines unpassierbaren Gebirges angelegt haben, spricht für sich. Die Lossoth und die Menschen im Süden trennen Welten, auch was ihre Sitten betrifft. Sie fahren auf Schuhen mit aus Knochen gefertigten Kufen über das Eis und schieben Karren ohne Räder vor sich her. Ihr Schmuck ist aus Knochen und Elfenbein, sie weben robuste, luxuriöse Stoffe und stellen mächtige Waffen her. Doch Burgen oder Städte aus Stein bauen sie nicht. Ihre Häuser werden aus Eis geschnitzt und durch seltene, kostbare Holzbalken oder riesige Stoßzähne gestützt.

Da das Tor des Nordens in Cirith Rhîw an der Grenze zu Evendim und Forochel wieder offen steht, und die Straße nach Taur Orthon nunmehr befahrbar ist, können Abenteurer und Botschafter aus Eriador neue Allianzen mit den Lossoth schmieden. Scheu und misstrauisch ist dieses Volk. Obwohl es die Geheimnisse hinter den Fähigkeiten, die sein Überleben sichern, nicht leichtfertig preisgibt, geht es gnädig und gastfreundlich mit respektvollen Reisenden um, die sich oft nicht richtig auf das Leben an der Eisbucht vorbereiten. Forochel ist ein zu raues Land, als dass seine Bewohner es sich leisten könnten, auf ehrliche Hilfe und Schwerter zu verzichten. Hilf den Lossoth, dann helfen sie dir auch.



„Die stoischen Lossoth haben ein tiefer gehendes Verständnis für die Wildnis ihrer Heimat. Mühsam balancieren sie tagtäglich auf dem schmalen Grat zwischen einem Dasein als Jäger und als Beute.“

Viele Lossoth beherrschen die gemeinsame Sprache Westron, die ihnen aus uralten Zeiten, als die Völker der Arnor und Arthedain an der Straße nach Evendim Handel mit ihnen trieben, geläufig ist. Doch die Lossoth lassen häufig Begriffe aus ihrer eigenen Sprache darin einfließen, insbesondere wenn es um die Kreaturen Forochels geht, die sie für ganz anders als deren Vettern aus dem Süden halten.

Es folgt eine kurze Einführung in die Tierwelt Forochels, damit Ihr wisst, welche Jagdbeute die Lossoth von Euch verlangen:

  • Ein Norsu ist ein Mammut.
  • Ein Kilpa-kita ist ein Säbelzahn-Löwe.
  • Ein Peikko ist ein weißpelziges Schneetier.
  • Ein Susi ist ein weißer Wolf.


Wenn du die Freundschaft der Lossoth für dich gewinnen kannst, erhältst du als Belohnung vielleicht kostbare Winterbekleidung, die mit den uralten Techniken der geschickten Handwerker des Nordens hergestellt wird.

Forochel ist das Land der Lossoth, aber die so genannten Schneemenschen aus dem Norden sind nicht die einzigen, die sich dort niedergelassen haben. Vor langer Zeit kamen Wanderzwerge in das Gebiet um die Eisbucht, um Gruben anzulegen und neue Schätze ans Tageslicht zu holen. Diese antiken Bergbauer errichteten die eisverzierten Ruinen in ganz Forochel, selbst die auf dem verbotenen Gletscher von Jä-kuru. Die meisten dieser Ruinen sind schon seit Jahren verlassen und werden erst in jüngster Zeit wieder von den Feuern der Lebenden erwärmt.

Im Westen Forochels, zwischen den Grabfeldern von Norsu und den dampfenden Schwefelgruben von Länsi-mâ, bietet die trutzige Zwergenfestung Zigilgund den Freien Völkern Schutz vor rauen Winden und Wegelagerern. Hier haben die Langbärte aus dem Süden einen Handelsposten und Stallmeister eingerichtet und bemühen sich gemeinsam mit anderen Reisenden, eine sichere Basis zwischen dem Hügellager von Itä-mâ und dem entlegenen Außenposten der Lossoth am nördlichen Ende von Talvi-mûri zu schaffen. Von hier aus lassen sich die Schwerter gegen die Grimmhands im Westen und die wilden Gauredain im Osten führen.

Zitat eines Zwergs der Zigilgund: „Wir Langbärte haben uns mit den Lossoth gegen die verräterischen Grimmhands verbündet. Diese Allianz ist zwar wackelig, doch sehr hilfreich.“

Unglaubliches Licht und gnadenlose Kälte
Abenteurer aus dem Süden sammeln sich in den Siedlungen von Forochel, um ihre Schläge gegen die Invasoren aus Angmar und die plündernden Abtrünnigen der Grimmhand-Familie zu planen. Zwischen den Eishäusern der Lossoth springen die Funken von den wärmenden Feuern auf die Gemüter von Gefährten über. Aus hitzigen Gedanken werden Aufgaben mit hoher Dringlichkeit und schließlich edle Taten, die über das Schicksal der Region entscheiden.

Doch jenseits der behaglichen Wärme der freundlich gesinnten Siedlungen erstreckt sich eine grimmige, bitterkalte, gefährliche Wildnis mit blendenden Schneestürmen, die es zu überwinden gilt, wenn man dem blitzenden Stahl feindlicher Klingen begegnen will. Bevor du die Stellungen des Feindes stürmen und den Angmarim schwere Schläge zufügen kannst, musst du lernen, dich in diesem Land zurechtzufinden und die Wildnis zu überleben.


„Forochel ist ein brutales, gnadenloses Land, das den Freien Völkern und den Schergen des Feindes das Leben gleichermaßen schwer macht. Wilde Bestien beherrschen es unter einem Himmel, der hell und dunkel in einem ist.“

Forochel kann bei Tage gleißend hell und grausam sein. Dann spiegelt sich die Sonne auf den Eisflächen, und Säbelzahn-Löwen durchstreifen die Lande auf der Suche nach allem, was die unwirtliche Winterwüste an Beute zu bieten hat. Wenn der Abendhimmel aufzieht und unheimliche Nordlichter den Schnee zum Glitzern und Funkeln bringen, zeigt sich die einzigartige Schönheit Forochels. Die Gefahren werden dadurch jedoch nicht gemindert. Denn die Nordlichter können den Schatten von Angmar nicht aufhalten.

Auf den Eisfeldern Forochels kommt man leicht vom Weg ab und findet sich anschließend in den Revieren furchterregender Bären und seltsamer, pelziger Frostwürmer wieder. Wenn du nicht auf der Jagd bist, dann bleib auf den Pfaden der Lossoth, die sich in Hufeisenform von Zigilgund im Westen bis ganz nach Norden zur Stadt Sûri-kylä um die Eisbucht herum erstrecken. Achte auf Torbögen aus gekreuzten Stoßzähnen und Banner-Wälle aus Knochen und flatternden Fellen. Die Lossoth markieren damit auch im tiefsten Schnee ihre Straßen. Zahlreiche kleine Lager befinden sich abseits der Strecke und bieten Schutz vor der Kälte.

Halte dich vom Wasser der Eisbucht fern. Die Fische, die es Anglern auf den Schollen nördlich von Itä-mâ preisgibt, sind alles, was es den Lebenden zu bieten hat. Die Bucht ist so kalt, dass sie auch den tapfersten Entdecker in die Flucht schlägt.



„Windschiefe, dem Wahnsinn nahe Eisriesen hausen seit Ewigkeiten in knackenden Spalten über den zischenden Geysiren des eingefrorenen Nordlandes und fristen ihr Dasein zwischen der erbarmungslosen Kälte und den auszehrenden Hitzeschüben.“

Die Kreaturen, die sich das ganze Jahr über in Forochel aufhalten, klammern sich bei ihrem Überlebenskampf an jeden Strohhalm. Selbst die Eisriesen, die dem ersten Teil ihres Namens alle Ehre machen, müssen sich in der Nähe heißer Wasserdampfquellen aufhalten, um die gnadenlose Kälte der Tundra von Talvi-mûri zu überleben.

Deine Gefährten-Gruppe ist nicht die erste, die Rückschläge in der Wildnis von Forochel erleidet. Suche den Rat des Kundigen Cenlieg in Taur Orthon. Was seine Gefährten-Gruppe in Forochel erdulden musste, war zu viel - ihre Mitglieder wurden über das Land verstreut. Aber vielleicht bist du ja listig und robust genug, um dort Erfolg zu haben, wo Cenlieg versagte.

Ein neues Schlachtfeld
Es reicht nicht, den Überlebenskampf zu gewinnen. Für den Sieg gegen das Böse muss man mehr aufbieten. Dabei sind Mut und Kampfeswille gefragt, die nicht nur gegen die Elemente, sondern auch gegen den Feind zum Einsatz kommen müssen.

Du hast zahlreiche Gegner in Forochel. Selbst der eiskalte Hauch der Luft manifestiert sich auf hungrige und gewaltsame Art in Form frostbedeckter, grimmiger Gegner, die vielleicht durch die eisige Bösartigkeit des Dunklen Herrschers ins Leben gerufen wurden. Es reicht nicht, die Kälte zu ertragen. Du musst sie auch bekämpfen.

Der Hexenkönig versucht auch in Forochel seine üblen Pläne umzusetzen. Östlich von Jä-rannit verläuft eine Straße durch eine Reihe von durch Zwergenhand gebaute Mauern und Toren, die nun von den Soldaten der Angmarim besetzt sind. Sie führt zu einem langen und versunkenen Pass nach Angmar. Über diese Route sickern Agenten des Feindes nach Forochel ein, um dort uralte Schätze aufzustöbern und wieder Fuß zu fassen. Von dort aus wollen sie nach Evendim einmarschieren und schließlich Anspruch auf alle Gebiete des uralten Dúnedain-Königreichs Arthedain erheben.

Auch diesem abgelegenen Ort bleibt das Leid nicht erspart, das Mittelerde seit dem Schmieden der Ringe in Eregion erdulden muss. Die Angmarim suchen einen Schatz, der mit der Flotte des Letzten Königs versunken sein soll: das Bruchstück eines geringeren Rings der Macht. Durch Buch 13: „Untergang des Letztkönigs“ werden Angmars Interessen in Forochel und das Schicksal von Arveduis Flotte jetzt Teil deiner epischen Geschichte.

Gleichzeitig führen die Lossoth ihren ewigen Krieg gegen die wilden Gauredain fort. Diese Eiswüste verfügt einfach nicht über genügend Ressourcen, als dass dort zwei Menschenstämme nebeneinander existieren könnten. Hilf Lossoth und verringere die Bedrohung, die von den Gauredain für alle Freien Völker ausgeht, indem du diese uralten Feinde bekämpfst und Trophäen deiner Siege nach Sûri-kylä bringst.

Die Lossoth und die Gauredain ringen um vier Schlüsselstellungen in Forochel. Wenn du diese nicht ausreichend schützt, werden die Krieger der Gauredain die Händler der Lossoth von dort vertreiben. Säubere die Stellungen von den Gauredain, damit die Lossoth sich wieder in ihnen sammeln. Die Stellungen werden durch farbige Banner auf deiner Karte von Forochel dargestellt:

  • Pynti-leiri liegt in einem tiefen Tal südwestlich von Itä-mâ.
  • Karhu-leiri thront hoch auf einem Hügel über der Straße von Itä-mâ nach Jä-rannit.
  • Norsu-leiri ist in den Wäldern auf der Ebene über Länsi-mâ versteckt.
  • Hylje-leiri wurde auf einem flachen Gletscher in der Bucht östlich von Talvi-mûri bei den Resten von Arveduis Flotte angelegt.


Der Kampf zwischen den Lossoth und den Gauredain ist nicht mehr isoliert zu betrachten. Der Zufall will es, dass das Schicksal der Lossoth an das der Freien Völker gebunden wird. Beide Gruppierungen haben nun dieselben Gegner und dieselben Kriege zu führen. Um Angmar zu bekämpfen, musst du dich mit den Bewohnern Forochels anfreunden, koste es, was es wolle.
 
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