Heldenführer: Gefährten-Aufgaben
Geschrieben von Phielix   
Dienstag, 30. Juni 2009
Bilbo Beutlin, Gandalf und Thorins Gemeinschaft; Frodo, Samweis, Merry, Pippin; Aragorn, Legolas und Gimli; die Gemeinschaft des Rings – die Sagen dieser Helden sind Erzählungen über Kameradschaft, Zusammenhalt und Geselligkeit im Angesicht großer Gefahren. Sie handeln von Dingen, die man nur gemeinsam bewältigen kann.

Einige Aufgaben bei Herr der Ringe Online sind zu gefährlich, um sie alleine zu bewältigen. Man trifft auf zu viele Gegner oder zu furchteinflößende Monster. Dabei handelt es sich um Gefährten-Aufgaben: Abenteuer für zwei bis sechs Helden, die gemeinsam agieren.


 

Gefährten arbeiten am besten zusammen, wenn jeder das gleiche Ziel verfolgt, sei es die Suche nach einem Gegenstand, das Erreichen eines gefährlichen Ortes oder das Besiegen eines armen, einsamen Orks. Bei Gefährten-Aufgaben erlebt man hautnah Tolkiens wiederkehrendes Element von Freundschaft und Zusammenarbeit, aber sie vermitteln auch ein größeres Abenteuererlebnis im Spiel. Es steht mehr auf dem Spiel, die Geschichten sind größer und dein Charakter gelangt an gefährlichere Orte als gewöhnlich. Somit kann er in einem angemessen Spielraum an entscheidenden Schlachten um Eriador teilnehmen. Und hoffentlich stellen diese Aufgaben auch den Beginn von Freundschaften dar, wenn man auf neue Gefährten trifft.

Das Wesen einer Gefährten-Aufgabe
Nicht alle Gefährten-Aufgaben vom gleichen Wesen. Die einfachste Kennzeichnung — Aufgabenstufe und ein kleines oder großes Gefährtensymbol — verrät nur einen Teil der Geschichte.

Einige Gefährten-Aufgaben stellen euch vor qualvolle taktische Herausforderungen, bei der die Gefährten mit viel Bedacht vorgehen müssen und auch ein wenig Glück benötigen. Andere hingegen verzeihen auch Fehler, sind geradlinig und leicht zu bewerkstelligen, beinhalten dafür aber dramatische Begegnungen, die für einen einzelnen Helden allein einfach zu gewaltig sind. Manchmal kämpft man in einem einzigen Kampf gegen einen überlegenen Gegner, bei anderen Aufgaben hingegen muss man wiederholte Angriffswellen blutdurstiger Feinde überstehen.

Eine Sache haben aber alle Gefährten-Aufgaben gemein: Feinde, die man alleine nicht besiegen kann. Man kämpft gegen mehrere Elite-Monster gleichzeitig und trifft auf einzigartige Gegner mit schrecklichen und tödlichen Kräften. Selbst mit einer kompletten Gemeinschaft bestehend aus sechs Gefährten wird man manchmal von Kreaturen überrannt, denen man besser aus dem Weg gehen sollte.

Manchmal braucht man die Unterstützung von Gefährten, um einen einzigen Übergegner wie eine enorme, bösartige, menschenfressende Schildkröte zu besiegen.

Da Gefährten-Aufgaben so unterschiedlich sind — und es einfach Spaß macht, den Verlauf ihrer Geschichten hautnah mitzuerleben — gibt es kein Allgemeinrezept, um sie zu bewältigen. Informiere dich bei anderen Spielern über die Aufgabe und klassenspezifische Fragen. Dies kannst du in den offiziellen Foren tun, im Buch des Wissens oder im Beratungs-Chat des Spiels.

Erkundige dich, wie andere es geschafft haben — und woran sie gescheitert sind. Stelle Fragen und biete Tipps, Warnungen und Unterstützung an.

Epische Geschichten und unfreundliche Gegenden
Gefährten-Aufgaben bringen dich oft an ereignisreiche Orte voller Feinde, die zu zahlreich und zu furchteinflößend für dich allein sind. Selbst scheinbar einfache Aufgaben wie das Töten von Orks oder das Finden von Schätzen sollten nicht ohne helfende Waffen an der Seite in Angriff genommen werden — nicht, wenn man sich durch die verfluchten Passagen des Großen Hügelgrabs oder die vom Feuer verbrannten Holzlandschaften Dol Dinens bewegt. Aufgaben wie in der zerstörten Stadt Fornost und dem blutüberströmten Sumpf Agamaur sind wegen der dort anwesenden Elite-Monster allein schon Aufgaben für Gefährten — und teilweise lauern gar noch größere Gefahren. Es ist wohl keine Überraschung, dass man beim Kampf gegen die Festungen Angmars Hilfe benötigen kann, oder?

Einige Aufgabenreihen spitzen sich mit dramatischen Instanzen zu, wodurch man an Orten, die sonst alleine begangen werden können, plötzlich brandgefährliche Ereignisse erlebt.


Viele der größten Aufgabenreihen bestehen aus mindestens einem Abenteuer, das für einen Helden allein zu gefährlich ist. Bei einigen trifft man dabei auch auf bekannte Charaktere wie Gimli.

Viele epische Aufgaben sind für komplette Gefährtengruppen gedacht. Bei diesen legendären Erzählungen kämpft man an der Seite bekannter Namen wie Aragorn und Legolas, mit denen man gut durchdachte Aufgaben erlebt und Teil von dramatischen Ereignissen wird, die außerhalb einer Instanz undenkbar wären. Diese Geschichten fördern den Kameradschafts- und Abenteuersinn von Der Herr der Ringe, aber mit deiner eigenen Gefährten-Gemeinschaft als Hauptdarsteller.

Die Suche nach Gefährten
Um eine Gefährten-Aufgabe zu beginnen, benötigt man Gefährten. Das geht ganz einfach. Mit einem Rechtsklick auf den möglichen Gefährten kann man auswählen, ihn oder sie einzuladen. Alternativ kann man im Chat /einladen gefolgt vom Namen des Charakters schreiben. Wenn der ausgewählte Spieler die Einladung annimmt, hat man eine Gruppe eröffnet. Man erhält dann automatisch einen Chat-Kanal, sieht die Gruppenmitglieder auf der Karte und im Aufgabenbuch findet man weitere Optionen.

Das Problem besteht darin, Gefährten zu finden, die zur gleichen Zeit wie du die gleichen Aufgaben bearbeiten. Die Gefährtensuche im Fenster „Soziale Kontakte“ ist hervorragend geeignet, um passende Spieler zu finden. Man sieht eine Liste von offenen Gruppen und Spielern, sollte seinen eigenen Such-Status aber auch aktualisieren. Andere Spieler können nicht gemeinsam mit dir Aufgaben bewältigen, wenn sie nicht wissen, dass es dich gibt.

Schreibe eine Kurznachricht im SNG-Chat (Suche nach Gefährten) mit Angabe der Aufgabe oder des Gebietes, für das du Gefährten suchst. Wenn in der Umgebung nur wenig los ist, dann suche in größeren Orten wie Bree oder Esteldín nach Gefährten, wo andere Spieler vielleicht gerade erst zu neuen Aufgaben aufbrechen wollen oder gerade etwas Handwerk betreiben.

Bei der Suche nach Gefährten kommt es auf den rechten Zeitpunkt an. Man braucht Geduld. Hilf anderen Spielern beim Aufschließen. Mittelerde ist so groß, dass nicht jeder immer zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle sein kann.

 

Einer der Vorteile einer Gruppe Gefährten ist, dass man mehr Feinde zur gleichen Zeit bekämpfen kann. Dadurch schreitet man schneller voran und kann sich auch leichter in gefährliche Gebiete begeben.

Sobald du eine Gruppe hast, kannst du im Aufgabenbuch sehen, welche Aufgaben du mit deinen Gefährten gemein hast. Jede Aufgabe hat ein Ringsymbol für jedes Gruppenmitglied, wodurch du ganz schnell sehen kannst, welche gemeinsamen Aufgaben ihr habt. Bewege deine Maus über diese Symbole, um mehr Informationen zu erhalten. Teile teilbare Aufgaben auch mit Gefährten, wenn diese Lust dazu haben. Schließlich kann man später auch jede Aufgabe wieder abbrechen.

Am besten findet man Gefährten, indem man gute Manieren hat. Vergiss nicht, dass manche Spieler zum ersten Mal in einer Gruppe sein könnten. Tue nichts, das anderen Spielern schadet – sonst spielen sie nie wieder mit dir. Wenn du unhöflich oder kompliziert bist, wirst du dir mit der Gefährtensuche immer schwieriger tun.

Gefährten vereinen
Sobald du einige willige Helden in die Gruppe eingeladen hast, muss jeder an den Ort des Geschehens gelangen. Dafür gibt es einige hilfreiche Möglichkeiten. Erfahrene Jäger können Gefährten mit sich auf Schnellreisen nach Lagerstellen sowie Siedlungen der freien Völker nehmen und einige Hauptleute können Gefährten mit einem Horn zu sich rufen. Lagerstellen bei Schlüsselstellen für Gefährten-Aufgaben wie Dol Dinen und Fornost besitzen auch Rufhörner, um Gefährten zu sich zu rufen. Wenn man gerufen werden will, sollte man aber auch Reiserationen bei sich haben.


Hilf Gefährten, die noch nicht so weit sind wie du, bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, indem du den lokalen Spiegelteich nutzt, um an bereits erlebten Instanzen erneut teilnehmen zu können.

Selbst wenn dein Charakter eine Gefährten-Aufgabe bereits erfüllt hat, gibt es für dich einen guten Grund, um anderen Gefährten in deiner Gruppe dabei zu helfen, diese Aufgaben ebenfalls zu bewältigen. Sprich mit dem Weisen von Eriador neben einem Spiegelteich, um wiederholbare Aufgaben zu finden. Wenn du bei solchen Aufgaben bestehst, verleiht dir der Weise ein Zeichen des Triumphs. Wenn du genug davon gesammelt hast, kannst du sie gegen Beryllsplitter oder seltene Rüstung tauschen.

Gefährten-Taktiken
Wenn du alleine unterwegs bist, musst du dich nur um dich selbst kümmern. Wenn du aber mit Gefährten gemeinsam kämpfst, dann wird es etwas komplizierter. Man verlässt sich auf dich und auch du verlässt dich auf die anderen. Achte daher selbst bei den chaotischsten Kämpfen auf folgende Dinge:

• Wahrnehmung: Am wichtigsten ist, dass man immer den Überblick behält. Du kannst nicht bewusst handeln, wenn du die aktuelle Situation nicht richtig wahrnimmst. Zoome mit der Kamera so weit weg wie möglich, damit du möglichst viel Überblick hast. Vor allem dann, wenn du in Bewegung bleiben musst. Man will ja nicht ungewollt die Aufmerksamkeit eines weiteren Feindes erregen, den man auf dem Bildschirm nicht sehen kann. Durch Heranzoomen kannst du besser feststellen, welcher Gefährte von einem bestimmten Feind angegriffen wird. Zoome danach aber schnell wieder weg.

Klicke im Kampf nach Möglichkeit keine Ziele an (egal ob Freund oder Feind). Man kann wertvolle Zeit verlieren, wenn man im Kampfgetümmel versuchen will, das richtige Ziel anzuklicken. Stattdessen kann man mit der TAB-Taste die verschiedenen Gegner und mit den Tasten F1 bis F6 die eigenen Gefährten auswählen.


Im Chaos eines Kampfes — mit Herolden, Begleitern und vielen kämpfenden Gefährten — bedarf es guter Kommunikation und Wahrnehmung der jeweiligen Situation.

• Kommunikation: Man darf nicht davon ausgehen, dass wirklich jeder Gefährte weiß, was zu tun ist. Auch darf man nicht davon ausgehen, dass jeder Gefährte das sieht, was man selbst sieht. Während du einen schönen Überblick über den Kampf hast, wühlt ein Gefährte vielleicht durch sein Inventar, um einen lebensrettenden Trank zu finden (oder er wird unerwartet angerufen).

Mit einer Kurznachricht im Gruppen-Chat kannst du deine Gefährten wissen lassen, was du tust oder brauchst (z.B. „Ich nehme den rechten Bilwiss“ oder „Heilen!“). Der Sprach-Chat kann auch von großer Hilfe sein. Selbst wenn man kein Mikrofon eingesteckt hat, so kann man wenigstens hören, was die Gefährten sagen.

Reg dich nicht gleich auf, wenn niemandem auffällt, dass du nur noch die halbe Moral hast oder von einem mächtigen Gegner betäubt worden bist. Alle Spieler sind nur Menschen – und Menschen machen Fehler. Ein Kampf soll spannend und unvorhersehbar sein, wodurch oftmals etwas schiefläuft. Durch gute Kommunikation wird die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen verbessert, doch selbst das schützt nicht vor Pech oder einem unerwarteten Troll.

• Bedrohung: Bedrohung ist das Ausmaß der feindlichen Aufmerksamkeit für deinen Charakter. Je mehr Bedrohung dein Charakter erzeugt, desto mehr Aufmerksamkeit erregt er bei seinen Feinden. Ausgebuffte Spieler können diese Bedrohung nutzen, um die Aktionen des Gegners zu beeinflussen. Die Gegner greifen dann nur die Ziele an, die sie momentan angreifen sollen, damit sie andere Ziele, die gerade nicht angegriffen werden sollen, nicht angreifen.

Generell sollten robuste, gut gerüstete Charaktere wie Wächter oder Hüter die Aufmerksamkeit des Gegners auf sich ziehen, da sie mehr Prügel aushalten als andere Gefährten. In Notsituationen sollte man die Aufmerksamkeit der Gegner aber am besten einfach auf die Charaktere richten, die noch am meisten Moral haben – gleich ihrer Klasse.

Bedrohung wird erzeugt, indem man Schaden verursacht oder Gefährten heilt, aber es gibt auch spezielle Fähigkeiten, um mehr oder weniger Bedrohung zu erzeugen. Bei schwierigen Kämpfen ist es wichtig, dass man die Bedrohung richtig steuern kann. Wenn man die Aktionen der Gegner teilweise beeinflussen kann, dann kann man den Schaden, den die Gefährten durch den Feind erhalten, gleichmäßig auf die gesamte Gruppe verteilen. Der Schaden, der erzeugt werden muss, um einen Wächter zu bezwingen, ist erträglicher, wenn er sich auf die Schultern der gesamten Gruppe verteilt. Außerdem verringert man die Reparaturkosten und muss keine wertvollen Fähigkeiten zur Wiederbelebung einsetzen.

Man muss wissen, wo der eigene Charakter am sinnvollsten eingesetzt wird. Manche Klassen kämpfen am besten aus der Entfernung, von wo aus sie je nach Bedarf angreifen oder heilen können.

• Positionierung: Wenn man Wahrnehmung, Kommunikation und Bedrohung beherrscht, kann man seinen Charakter so positionieren, dass er für die Gruppe von größtem Nutzen und für den Feind von größtem Unheil ist. Zwar ist jede Schlacht eine andere, aber dennoch profitiert jede Klasse davon, an der richtigen Stelle zu sein. Stimme dich mit deinen Gefährten ab und kontrolliert die Bedrohung gemeinsam so, dass die Gegner immer diejenigen angreifen, die sie angreifen sollen: die Gefährten, die am meisten Schaden vertragen.

Jäger, Kundige und Runenbewahrer kämpfen und heilen am besten aus der Entfernung, aber wenn sie zu viel Aufmerksamkeit erzeugen, stürzen sich die Gegner auch auf sie. Barden stärken ihre Gefährten am besten, wenn sie nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Waffenmeister, Wächter und Hüter stürzen sich am liebsten mitten ins Kampfgewühl, wo sie so viele Gegner wie möglich auf sich ziehen. Schurken sind am gefährlichsten, wenn sie einen Feind von hinten angreifen können.
Nimmt man all diese Elemente zusammen, dann handelt es sich um Teamwork. Ohne Teamwork ist man auch kein Team. Dann kämpft man einfach nur an der Seite anderer Helden. Das ist der Unterschied zwischen dem Kampf gegen einen gemeinsamen Feind und dem Erschaffen eines wahren Bündnisses.
 
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